Eine kleine Geschichte der Liebe zwischen einer jungen Frau und einem Toten, die lange nach einer Zeit spielt, in der alles schon vorbei zu sein schien. (Sprich irgendwann zwischen sechster und achter Staffel. Sucht euch eine hübsche Stelle aus, an der dieses bisschen Drama noch hätte reingequetscht werden können.)
Es ist nichts Besonderes, nichts Großes. Einfach nur ein flüchtiger Gedanke, wie es auch hätte kommen können.
Grüßchens,
eure Julia ♥
Keep Breathing
# Grey's Anatomy
Das flackernde Licht der Kerze, die sie neben sich auf der Fensterbank aufgestellt hatte, benetzte ihr Gesicht mit einem vagen Schimmer, warf beinahe nur flüchtig zu erahnende Schatten ihrer dunklen, langen Wimpern auf die Wangen. Die winzige Flamme spiegelte sich matt in dem Glas des Fensters wieder, und noch bevor sie ihre Lider aufschlug, wusste sie, wen sie ebenfalls in der Scheibe hinter ihrer Schulter hätte sehen können.
»Izzie.« Ihre Lippen verzogen sich zu einem schiefen Lächeln, während sie spürte, wie sich eine einzelne Träne aus ihrem Augenwinkel löste und über ihr Gesicht rann. Die Dunkelheit und das seichte Trommeln der Regentropfen gegen das Fenster verschlangen seine raue Stimme fast vollständig, und für den Bruchteil einer Sekunde hatte es ihr fast gelingen können, sich daran festzuhalten, dass sie ihn sich nur einbildete; dass sie seine Stimme nur hörte, weil es vor schier endlos langer Zeit einmal einen Mann namens Denny Duquette in ihrem Leben gegeben hatte. Doch als sie die Augen öffnete und ihr verschleierter Blick den seinen traf, stockte ihr der Atem.
»Oh Gott«, flüsterte sie. Er lehnte an der Wand direkt neben ihr, die Hände in den Taschen seiner Jeans, und blickte mit einem traurigen Lächeln auf sie hinab. Sein Schatten zeichnete sich dunkel auf dem Parkett ab, still, reglos und perfekt. Als hätte sich über all die Jahre hinweg nichts geändert.
Izzie presste die Lippen fest aufeinander und schüttelte mit dem Kopf, den Blick wortlos aus dem Fenster gewandt. Vor ihren Augen tanzten dunkle und helle Punkte gleichzeitig, und mit seinen nächsten Worten überkam sie jener stechende Schmerz im Bereich ihrer Schläfen, den sie bereits seit wenigen Tagen so deutlich wie ewig nicht mehr gespürt hatte. »Du weißt, was das bedeutet, Iz?«, fragte er sie leise und strich ihr vorsichtig eine Strähne aus der Stirn. Sie standen so nah beieinander, dass sie seinen Atem auf ihren Lippen spüren, seinen Herzschlag hören konnte.
Ihr Schweigen bedeutete mehr als alle Worte der Welt.
Wie unten schon geschrieben - ich bin Julia, seit Mitte April hübsche dreizehn Jahre alt und beste Freundin des wunderbarsten Mädels der gesamten weiten Welt. Ich bilde mir ein, als dieses ganz normale Mädchen von nebenan durchgehen zu können; die mit den roten Haaren, die man kaum von ihren Büchern trennen kann. (Vor allem nicht im Bio-Unterricht. Ich meine, nichts gegen Bio - an sich ist das wirklich okay, wenn nicht sogar eines meiner Lieblingsfächer, aber diese Frau? Danke auch.)
Dieser Blog hier soll nicht durchgängig die Herzleiden einer Dreizehnjährigen enthalten, sondern wird wohl eher bunt gemischt sein - von selbstgeschriebenen Versuchen (unter »Wortespielerin« zu finden) bishin zu Vorstellungen meiner Lieblingsbücher (»Lieblinge«) oder eben persönlicher Herzleiden(»Mademoiselle« - wenn das jeder andere hier schon tut, warum ich dann nicht auch?) wird einiges vertreten sein.
Falls hier überhaupt mal irgendjemand vorbeischauen sollte.
Rothaarige Dreizehnjährige mit einer Vorliebe für Apfeltee, M&Ms und lange Lesenächte, die sich am liebsten jede Chance krallen würde, um sich endlos lang alte »Grey's Anatomy«-Folgen reinzuziehen und gleichzeitig unsagbar schlecht in Latein ist. (Und sich im Endeffekt doch irgendwie retten konnte, auch wenn sie keine Ahnung hat, wie. Mhm.) Das Wunderkerzenmädchen hat eine riesige Schäwche für Ballerinas, dicke Schmöcker und sowieso allen Mädchenkrimskams und - vor allem - für diese wunderhübschen Filme, einschließlich »Notting Hill« und wie sie alle heißen.